Yoga für innere Ruhe

Yoga für innere Ruhe bringt uns zum einen in Berührung mit der Lebensenergie, welche im physischen Körper arbeitet, zum anderen führt uns dieser angenehme Übungsweg in die Erfahrung der Lebensenergie, welche in der mentalen Ebene wirkt. Im Mittelpunkt steht besonders die Ausbalancierung von Körper und Mental. Diese wichtige Grundlage schafft die erste Voraussetzung für eine harmonische Zusammenarbeit zwischen dem stofflichen Körper und dem Mental mit dem Bestreben, ein sanftes und einheitliches Schwingen

zwischen der stofflichen und der psychischen Lebensenergie erfahren zu dürfen. Yoga für innere Ruhe leitet einen Entwicklungsprozess ein, welcher mit Ruhe und Geduld, peu à peu, den körperlichen und mentalen Zustand positiv verändert.

Unkomplizierte und somit durchaus angenehme körperliche Yoga-Stellungen sowie Atem geführte Bewegungsabläufe aus dem Bereich Haṭha-Yoga begleiten den stofflichen Körper in eine neue Harmonie.
Einerseits unterstützen diese beiden Übungsmethoden ein besseres Gleichgewicht zwischen Körper und Mental, andererseits lenken sie die physische Lebenskraft, das Blut, sanft in alle körperlichen Bestandteile. Sie regen den Blutkreislauf an und bekräftigen damit die Aufrechterhaltung wichtiger Körperfunktionen wie u.a. Verdauung, Stoffwechsel, Herzfunktionen, Atmung sowie Regulationsaufgaben für das innere Milieu (beispielsweise Blutdruck, Mineralstoff- und Wasserhaushalt). Auch das Skelett- und Muskelsystem und nicht zuletzt das körpereigene Abwehrsystem profitieren von den beiden oben erwähnten Übungsmethoden (körperliche Yoga-Stellungen, Atem geführte Bewegungsabläufe) aus dem Bereich Haṭha-Yoga.

Yoga-Stellungen sowie Atem geführte Bewegungsabläufe, welche die Leibesmitte stärken und damit auf die Bauchhöhle einwirken, sie entwickeln nicht einzig und allein die Bauchwandmuskulatur. Zusätzlich bauen sie die Kraftreserven im Körper auf, sie wirken Verausgabung entgegen und verhindern Erschöpfung. Die Leibesmitte rund um den Nabel liegt im Bereich der Bauch-Aorta mit ihren vielen abgehenden Arterienästen, in denen sauerstoffreiches Blut mit vielen Nährstoffen fließt. Nährstoffe, welche dem Körper sein Wachstum ermöglicht, seine Lebenskraft bewahrt, ihn erneuert und regeneriert. Blut ist die physische Lebenskraft. Diese Übungen mit Einwirkung auf die Leibesmitte setzen sich für die körperliche Regeneration ein und darüber hinaus tragen sie Klarheit in die mentale Ebene und fördern die Ruhe im Kopf.

Yoga-Stellungen sowie Atem geführte Bewegungsabläufe, welche auf den Brustkorb mit Brustwirbelsäule, Brustbein und Rippen einwirken, sie lösen zum einen Blockaden an der Brustkorbbasis und zum anderen ermöglichen sie eine tiefere Atmung. Diese Übungen verbessern die Zwerchfellbewegungen, sie weiten den Brustkorb und entwickeln die Atemmuskulatur (Zwerchfell & Zwischenrippenmuskeln). Gleichzeitig regen sie den Rückfluss des sauerstoffarmen Blutes in den Venen zurück in den Lungenkreislauf an, damit das Blut in den Lungen wieder mit Sauerstoff angereichert werden kann. Es sind Übungen, welche uns beleben, das Gemüt und die Gedanken aufhellen, sie schützen uns vor Mutlosigkeit und Angstzuständen. Anstatt sich Sorgen zu machen, entwickelt sich ein Bewusstsein, damit wir achtsam und sorgfältig mit uns und den gegebenen Lebensumständen umgehen lernen.

Yoga-Stellungen sowie Atem geführte Bewegungsabläufe, welche auf den Schultergürtel einwirken, sie lenken das Blut in den oberen Rücken und dann weiter Richtung Hals bis in den Kopf. Somit wird dem Gehirn Sauerstoff und Nährstoffe zugeführt. Es sind Übungen, welche den oberen Rücken kräftigen. Gleichzeitig sind es auch körperliche Stellungen, welche Verspannungen im Schultergürtelbereich lösen helfen und gleichermassen fördern sie Weite zwischen den Schulterblätter und lassen uns „innere Grösse“ spürbar entwickeln. Mit der Unterstützung dieser Übungen baut sich eine innere mentale Kraft auf, die uns hilft, dass wir gut zu schauen können. Wir lernen, uns von unguten äusseren Einflüssen zu lösen. Drehpositionen mit der Wirbelsäule gehören zu diesen körperlichen Yoga-Stellungen. Sie besänftigen die Lebenskraft, welche im stofflichen Körper wirkt. Ein physischer Gleichmut kann sich heranbilden und davon profitieren auch die Nerven, sodass sich ebenso vegetativer Gleichmut einstellen darf und darüber hinaus auch das Denkvermögen besänftigt wird.

Einfache Atemübungen verbunden mit innerer Sammlung und Konzentration verfeinern die körperliche Substanz, sie ermöglichen eine körperliche Bewusstwerdung und bilden eine neue körperliche und mentale Achtsamkeit heran.
Die Bauch-Zwerchfellatmung wirkt auf die Leibesmitte ein. Hier löst sie verspannte Bauchmuskeln, sie löst körperliche und mentale Spannungszustände. Die Brust-Zwerchfellatmung bewirkt eine Ausdehnung des Brustkorbs, und zwar von seiner Basis aus. Diese beiden Formen der Zwerchfellatmung balancieren die anregende und die dämpfende Funktionsweise des vegetativen Nervensystems mit Sympathikus und Parasympathikus aus. Wichtige Körpersysteme erhalten gute Unterstützung von einem ausgeglichenen vegetativen Nervensystem wie beispielsweise: Herz und Kreislaufsystem, Verdauungs- und Atmungssystem.
Einfache Atemübungen aktivieren, dehnen und entspannen die Atemmuskulatur und viele Atemhilfsmuskeln, welche die Ein- oder die Ausatmung unterstützen. Sie fördern den Erhalt einer guten Eigenflexibilität der Lunge. So kann sich die Lunge gemeinsam mit der Veränderung des Brustkorbvolumens verändern. Wir Menschen, wir Landlebewesen benötigen Sauerstoff zum Leben. Daher sollten wir die Gesundheit unserer Lunge pflegen, denn hier findet der Austausch zwischen der eingeatmeten Luft, welche Sauerstoff enthält, und dem Blut statt. Einfache Atemübungen schützen die Gesundheit der Atemwege. Die Atemschleimhaut hilft bei der Infektionsabwehr mit und unterhalb dieser Schleimhaut finden wir auch lymphatisches Gewebe, welches krankmachende Erreger und Gifte abwehren kann. Gesunde Atemwege sind für die körpereigene Abwehrkraft ebenfalls von Bedeutung. Atemübungen verbessern die Atembewegungen, dies ist die Ein- und die Ausatmung. Vegetative Funktionen wie die 4 Herzfunktionen können wir über die Atembewegung, also über die Ein- und Ausatmung erreichen. Ein langsames und tiefes Ausatmen verlangsamt den Herzschlag.
Einfache Atemübungen mit körperlicher Sammlung und Konzentration bewahren die Nervenkraft, mentale Spannungszustände werden abgebaut und ein guter, ein friedvoller Bezug zum eigenen Körper kann sich aufbauen. Sie beeinflussen klärend und besänftigend die Gemüts- und die Geisteszustände und fördern vegetativen sowie mentalen Gleichmut. Das Denkvermögen kommt allmählich zur Ruhe und Klarheit für den eigenen Lebensrhythmus wird kultiviert. Einfache Atemübungen führen eine körperliche und mentale Loslösung herbei, Spannungszustände weichen immer etwas mehr und eine angenehme körperliche und mentale Harmonie wird spürbar. Dadurch wird eine natürliche, eine sanfte sowie gleichmässige Atembewegung möglich und der physische Körper kann vor Schwäche bewahrt werden.

Yoga für innere Ruhe ist eine angenehme Übungspraxis. Wir achten auf Erholung und ein gesundes Mass an Ruhepausen zwischen den Übungen. Wir wenden unsere Konzentration nach innen und entwickeln Achtsamkeit für unseren Körper und ebenso für das Mental.

Abschliessend:
Jeweils am Dienstag- und Mittwochabend, jeweils von 20:00 bis 21:30 Uhr, findet ein Kursblock ‚Yoga für innere Ruhe‘ statt, welcher sich dem Aufbau neuer Lebensenergie mit Stärkung körperlicher und mentaler Abwehrkräfte widmet. Yoga für innere Ruhe kümmert sich um das Wohlergehen von uns Menschen und fördert mehr Harmonie für den persönlichen Lebensalltag.